Kölner Wohnprojektetag

Erste Eindrücke vom 7. Kölner Wohnprojektetag 2021 und Links zu den Videos

Thema in diesem Jahr: Mehr als WohnenWas leisten gemeinschaftliche Wohnprojekte für die Stadtgesellschaft? Welche Motivation gibt es auf Seiten der Städte und Gemeinden, gemeinschaftliche Wohnprojekte zu fördern, und welche Erfahrungen gibt es bei und nach der Umsetzung? – Was können wir für Köln daraus lernen?

In Kürze berichten wir eingehender vom diesjährigen Wohnprojektetag und den spannenden Diskussionen mit der Kölner Obernürgermeisterin Frau Reker und dem Kölner Beigeordneten für Stadtentwicklung, Planen, Bauen und Wirtschaft Herrn Greitemann. Bis dahin gibt es schon mal einige Eindrücke von der Veranstaltung:

Die Vorträge von Birgit Kasper aus Frankfurt, Claudia Bosseler aus Aachen und Ralf Brand aus Köln gibt es in ganzer Länge auf unserem hdak-YouTube-Kanal oder direkt durch Anklicken auf die folgenden Titel: Birgit Kasper: Frankfurter Spezialitäten!Claudia Bosseler: Branderhof AachenRalf Brand: Wohnprojekte und Stadtgesellschaft

Außerdem sind die Videos der Marktplatz-Teilnehmer ebenfalls weiterhin online verfügbar:

Mehr als Wohnen PaktRunder Tisch gemeinschaftlicher WohnformenGenerationen-WG „Wohnen für Hilfe“1300 Tage WunschnachbarnUnter einem Dach in KölnMietergenossenschaft Kalscheurer Weg eG. Wohn-Bande EitorfPrymPark in DürenWohnWerk Cologne e.V. Sozialmanagment der GAGUmweltbankGLS BankSTADTRAUM 5und4 e.V.NWiA e.V. spricht mit Herrn Ludwig (Amt für Wohnungswesen)Rheinova Wohnen eGProjektgruppe Petershof Machbarschaft e.V.

Siehe auch: https://baugemeinschaften.hda-koeln.de/samstag-26-juni-2021-7-wohnprojektetag-in-hybrider-form/#more-3722


Nachlese zum 6. Wohnprojektetag 2019

Rieseninteresse am gemeinschaftlichen Bauen und Wohnen in Köln

Text: Peter Heinzke  |  Fotos: Rody Almahmoud: Rody Almahmoud

Großartig – der Zulauf zum Wohnprojektetag am 9. März mit 1000 Menschen und 30 Aussteller-Gruppen, organisiert vom Netzwerk für gemeinschaftliches Bauen und Wohnen, hat sich in diesem Jahr noch einmal deutlich gesteigert. Mehr Menschen als je zuvor waren in das FORUM Volkshochschule gekommen und zeigten damit, wie wichtig das Thema des gemeinschaftlichen Bauens und Wohnens für Köln ist.

Bettina Noesser vom Veranstalter-Netzwerk und der Genossenschaftsinitiative „Stadtraum 5und4 begrüßte die Gäste stellvertretend für alle Engagierten für das gemeinschaftliche Wohnen: dieses ist von zunehmender gesellschaftlicher Relevanz als Antwort auf aktuelle Fragen nach dem guten, d.h. auch verantwortlichen – Leben, erkennbar an dem vielfältigen Aussteller-Angebot des Wohnprojektetages inklusive Lösungsansätzen für gesellschaftlich drängende Problemstellungen.

Nach einer Vorstellungsrunde der Organisatoren, der Kerngruppe des Netzwerkes, sprach die Oberbürgermeisterin Henriette Reker ein Grußwort:Sie betonte, wie wichtig eine dynamische Baupolitik für Köln in den nächsten Jahren ist und lobte das bürgerschaftliche Engagement der Wohn- und Baugruppen. Sie möchte sich dafür einsetzen, auch in Köln endlich eine Leitstelle („Agentur“) für gemeinschaftliches Bauen und Wohnen einzurichten, wie es in anderen Großstädten schon länger erfolgreich praktiziert wird.

Der Ausstellermarktplatz platzte in diesem Jahr aus allen Nähten – manche Infostände konnten nicht mehr angenommen werden. Erstmalig tauchte u.a. eine kleine Gruppe auf, die sich als Baugemeinschaft für den Deutzer Hafen formiert. Schon vor Beginn der Veranstaltung um 11h herrschte überall ein dichtes Treiben und ein bis 17h nicht endendes Stimmengewirr, Information, Inspiration, Austausch und Aufbruch überall.

Beim gleichzeitigen Vortragsprogramm im benachbarten Gebäude der Volkshochschule wurden bei der „Kölner Nabelschau“ die Bandbreite der bestehenden und planenden Gruppen gemeinschaftlichen Wohnens deutlich, wobei die Frage der Rechtsform ausführllich thematisiert wurde. Frau Seitz von der GAG (Gemeinnützige Wohnungsgesellschaft AG, Köln) stellte übersichtlich die bestehenden 10 Kölner Mehrgenerationenwohnprojekte / Gemeinschaftlichen Wohnprojekte der GAG vor und ließ erkennen, das weitere Vorhaben geplant werden können.

Herr Röhrig, Geschäftsführer der  Modernen Stadt“ (Stadtentwicklungsgesellschaft der Stadtwerke Köln GmbH und der Stadt Köln) bewertete die Ansiedlung der Baugemeinschaften auf dem Clouth-Gelände als Erfolg. Für die Zukunft sieht er ebenfalls Perspektiven für das gem. Wohnen und Bauen im Deutzer Hafen (und evtl. auch anderswo?). Die vorgesehene dichtere und höhere Bebauung wird dabei neue Antworten erfordern.