Aktuelles

Was können Baugruppen zu einer aktiven Nachbarschaft beitragen?

Dieser Frage ist das Netzwerk für gemeinschaftliches Bauen und Wohnen zusammen mit den Baugruppen auf dem Clouthgelände in Nippes nachgegangen. Anlass hierfür ist die Nachricht, dass die Stadt Köln eine zentralen Koordinierungs- und Beratungsstelle für Baugemeinschaften plant. Herausgekommen ist eine umfangreiche Sammlung von Aktivitäten und Initiativen, die inzwischen auch über die Baugruppen hinaus auf die neue Nachbarschaft ausstrahlen und eine gemeinsame Identität stiften wollen. 
Pdf zum Download: Mehrwert-fuers-Clouth-Quartier-050919.pdf (28 Downloads)

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Netzwerk für gemeinschaftliches Bauen und Wohnen begrüßt städtische Initiative für Beratungsstelle

Wir begrüßen das Engagement der Stadt Köln für Baugemeinschaften und die Schaffung einer Beratungsstelle, die zukünftig als zentrale Koordinierungs- und Beratungsstelle für gemeinschaftliches Bauen und Wohnen Anlaufstelle für alle Interessierten werden soll.
 
Seit Jahren engagieren sich eine Reihe von Bürger*nnen ehrenamtlich für gemeinschaftliches Bauen und Wohnen in Köln. Wir signalisieren unsere Bereitschaft, in die Diskussion mit Politik und Verwaltung konstruktiv unsere Erfahrungen, Kontakte und Sichtweisen einzubringen.
 
Wir freuen uns auf neue Impulse und innovative Wohnkonzepte für den engen Wohnungsmarkt in Köln und hoffen, dass zukünftig mehr Menschen wieder bezahlbare, energetisch zeitgemäße und altersgerechte Wohnungen finden können und mit ihrem gemeinschaftlichen Engagement die Stadtgesellschaft beleben.
 
Dazu erarbeiten wir derzeit eine Übersicht zu den vielfältigen Initiativen, die sich in den letzten zwei Jahren aus dem Umfeld der Baugemeinschaften für das Clouth-Quartier und darüber hinaus entwickelt haben. Diese Übersicht werden wir ab September allen zur Verfügung stellen.
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Deutschlandfunk zum Thema „Problem Wohnen“
Der Deutschlandfunk widmete eine Sendung der Reihe Lebenszeit dem Thema „Problem Wohnen – Welche Lösung haben Sie?“. Hierzu war die Baugruppe Kautschukstraße in der Woge Köln eG. als genossenschaftliche Baugruppe zum Interview angefragt.
 
Nachzuhören ist die ganze Sendung auf der Webseite des DLF oder direkt hier: https://www.deutschlandfunk.de/problem-wohnen-welche-loesung-haben-sie.1176.de.html?dram:article_id=454153 ________________________________________________________________________
 
Die Wunschnachbarn bei Planet Wissen
Jana Spille von den Wunschnachbarn auf dem Clouth-Gelände in Köln Nippes konnte am 29. März 2019 als Studiogast in der Sendung Planet Wissen – Wohnen in der Stadt ausführlich über gemeinschaftliches Bauen und Wohnen informieren.
 
Die Sendung gibt es in der ARD Mediathek und hier:
 
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Ausschreibung der RheinEnergieStiftungen

Die drei RheinEnergieStiftungen (www.rheinenergiestiftung.de) wollen mit ihrer Initiative„Gemeinsam im Quartier“ ein Modellprojekt fördern, das neue Wege in der Umsetzung von sozio-kultureller und sozialer Arbeit im Quartier gehen will. Im Spannungsfeld zwischen bestehenden Konzepten der Gemeinwesenarbeit und den aktuellen Bestrebungen der Stadt Köln, das sozialräumliche Arbeiten flächendeckend in den Blick zu nehmen, soll die praktische Erprobung neuer Ideen und Impulse in einem Quartier ermöglicht werden. Die Projektidee muss die Förderschwerpunkte der drei RheinEnergieStiftungen und ihre Zielgruppen berücksichtigen.

Gemeinnützige Organisationen sind aufgerufen, im Rahmen eines Ideenwettbewerbs bis zum 31. August 2019 Förderanträge zu diesem Thema an die RheinEnergieStiftungen zu richten.

Wir fördern ein Projekt, welches

  • methodisch neue Wege in der Quartiersarbeit geht bzw. in einem Gebiet diese Methodik erstmalig umsetzt
  • die Förderschwerpunkte aller drei RheinEnergieStiftungen aufgreift
  • nach der Methodik der Gemeinwesenarbeit die Bewohner/-innen in einem Quartier aktiviert und maßgeblich an der Planung und Umsetzung der Vorhaben in ihrem Umfeld beteiligt
  • innerhalb von drei bis vier Jahren eine realistische Perspektive zur nachhaltigen Wirkung darstellen kann

Weitere Informationen unter: https://www.rheinenergiestiftung.de/de/gemeinsamimquartier.php

Zur Klärung offener Fragen laden die RheinEnergieStiftungen alle Interessenten zu einer Informationsveranstaltung ein. Die Veranstaltung findet am 09.04.2019 (Beginn: 10 Uhr) im Gebäude der RheinEnergie AG (Parkgürtel 24, 50823 Köln) statt. Um Anmeldung bis zum 05. April unter info@rheinenergiestiftung.de wird gebeten.

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Nachlese zum 6. Wohnprojektetag 2019

Rieseninteresse am gemeinschaftlichen Bauen und Wohnen in Köln

Text: Peter Heinzke  |  Fotos: Rody Almahmoud: Rody Almahmoud

Großartig – der Zulauf zum Wohnprojektetag am 9.März mit 1000 Menschen und 30 Aussteller-Gruppen, organisiert vom Netzwerk für gemeinschaftliches Bauen und Wohnen, hat sich in diesem Jahr noch einmal deutlich gesteigert. Mehr Menschen als je zuvor waren in das FORUM Volkshochschule gekommen und zeigten damit, wie wichtig das Thema des gemeinschaftlichen Bauens und Wohnens für Köln ist.

Bettina Noesser vom Veranstalter-Netzwerk und der Genossenschaftsinitiative „Stadtraum 5und4 begrüßte die Gäste stellvertretend für alle Engagierten für das gemeinschaftliche Wohnen: dieses ist von zunehmender gesellschaftlicher Relevanz als Antwort auf aktuelle Fragen nach dem guten, d.h. auch verantwortlichen – Leben, erkennbar an dem vielfältigen Aussteller-Angebot des Wohnprojektetages inklusive Lösungsansätzen für gesellschaftlich drängende Problemstellungen.

Nach einer Vorstellungsrunde der Organisatoren, der Kerngruppe des Netzwerkes, sprach die Oberbürgermeisterin Henriette Reker ein Grußwort:Sie betonte, wie wichtig eine dynamische Baupolitik für Köln in den nächsten Jahren ist und lobte das bürgerschaftliche Engagement der Wohn- und Baugruppen. Sie möchte sich dafür einsetzen, auch in Köln endlich eine Leitstelle („Agentur“) für gemeinschaftliches Bauen und Wohnen einzurichten, wie es in anderen Großstädten schon länger erfolgreich praktiziert wird.

Der Ausstellermarktplatz platzte in diesem Jahr aus allen Nähten – manche Infostände konnten nicht mehr angenommen werden. Erstmalig tauchte u.a. eine kleine Gruppe auf, die sich als Baugemeinschaft für den Deutzer Hafen formiert. Schon vor Beginn der Veranstaltung um 11h herrschte überall ein dichtes Treiben und ein bis 17h nicht endendes Stimmengewirr, Information, Inspiration, Austausch und Aufbruch überall.

Beim gleichzeitigen Vortragsprogramm im benachbarten Gebäude der Volkshochschule wurden bei der „Kölner Nabelschau“ die Bandbreite der bestehenden und planenden Gruppen gemeinschaftlichen Wohnens deutlich, wobei die Frage der Rechtsform ausführllich thematisiert wurde.

Frau Seitz von der GAG (Gemeinnützige Wohnungsgesellschaft AG, Köln) stellte übersichtlich die bestehenden 10 Kölner Mehrgenerationenwohnprojekte / Gemeinschaftlichen Wohnprojekte der GAG vor und ließ erkennen, das weitere Vorhaben geplant werden können.

Herr Röhrig, Geschäftsführer der  Modernen Stadt“ (Stadtentwicklungsgesellschaft der Stadtwerke Köln GmbH und der Stadt Köln) bewertete die Ansiedlung der Baugemeinschaften auf dem Clouth-Gelände als Erfolg. Für die Zukunft sieht er ebenfalls Perspektiven für das gem. Wohnen und Bauen im Deutzer Hafen (und evtl. auch anderswo?). Die vorgesehene dichtere und höhere Bebauung wird dabei neue Antworten erfordern.

Es gibt also viel zu tun – bleiben wir weiter aktiv, enger vernetzt und schauen voraus

zum 7. Kölner Wohnprojektetag am 21.März 2020 !

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Newsletter wbb wohnprojekte

Mit dem Newsletter wbb wohnprojekte informiert WohnBund-Beratung NRW über aktuelle Termine, Neuigkeiten und Angebote zu Wohnprojekten.

https://www.wbb-nrw.de/

Newsletter abonnieren unter: http://www.phplist.wbb-nrw.de

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Nachbarschaftlich Wohnen – Webinar von NaWoDo

Der Kontakt zur Genossenschaft  „Nachbarschaftlich Wohnen Dormagen“ kam auf dem Wohnprojektetag 2018 im VHS Forum zustande.

Auf ihrer Webseite finden sich zahlreiche Infos und Links zu weiteren Projekten in der Nähe: http://www.nawodo.de/home/projekte/

 

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Konzeptvergabe für ein Baufeld für Baugruppen im Sürther Feld begonnen!

Darauf haben viele gewartet:

Der Rat der Stadt Köln hat in der Ratssitzung vom 22.09.2016 beschlossen, dass und unter welchen Voraussetzungen zukünftig städtische Grundstücke auf Grund eines Konzeptes vergeben werden. Danach bekommt nicht mehr der höchste gebotene Preis den Zuschlag! Auch Projekte, die ein gemeinschaftliches Bauen und Wohnen anstreben, können dabei zum Zuge kommen.  

Nun erfolgt auf Basis dieses Ratsbeschlusses die Vergabe für ein Grundstück in Köln Sürth. Die Bewerbungsphase hat begonnen. Alle näheren Informationen sind hier zu finden:

http://www.stadt-koeln.de/leben-in-koeln/planen-bauen/grundstueck-immobilien/verkauf-unbebauter-grundstuecke/suerther-feld-bauabschnitt-3-baufeld-5-baugruppen

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Wir als Netzwerk können mit Fug und Recht behaupten, dass wir sowohl bei der Vorbereitung des Ratsbeschlusses, als auch bei der Ausarbeitung dieser Konzeptvergabe durch das Einbringen von erfahrungsbegründetem Wissen und durch stetiges Nachhaken erfolgreich Einfluss genommen haben, dass und wie gemeinschaftliche Bauprojekte Berücksichtigung finden.

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Geht doch!

Für erste Fragen zur Selbstorganisation von Baugruppen bieten wir gerne Unterstützung an.  Kontakt: baugemeinschaften@hda-koeln.de

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Projekt sucht Projekt!                       

Baugemeinschaften für partizipatives Forschungsprojekt gesucht 

Das Institut für Partizipatives Gestalten (IPG) führt im Auftrag der vhw Berlin ein Forschungsprojekt zum Thema „Baugemeinschaften als Impulsgeber für eine nachhaltige Stadtentwicklung“ durch.   Es will herausfinden, ob und auf welche Weise Baugemeinschaften zu einer nachhaltigen Stadtentwicklung beitragen, die soziale, partizipative und ökologische Aspekte berücksichtigt. 

Dafür sucht das IPG Baugemeinschaften und Projekte, die als Genossenschaft, Verein, Eigentümer*innengemeinschaft, Gesellschaft bürgerlichen Rechts oder als GmbH organisiert sind und bereits ein Gebäude besitzen. Durch eine Befragung im Frühjahr 2018 will das IPG die Erfahrung vieler Akteur*innen zusammenführen.

Weitere Informationen unter: http://www.partizipativ-gestalten.de/baugemeinschaften-als-impulsgeber-fuer-eine-nachhaltige-stadtentwicklung/

Anmeldung unter: m.hamann@partizipativ-gestalten.de

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STADTGESTALTEN – Ein Projekt zur Entwicklung einer Mustersprache zu Baugemeinschaften

Welche Impulse geben Baugemeinschaften für eine nachhaltige Stadtentwicklung? 

Ergebnisse und Blog der Studie des vhw – Bundesverband für Wohnen und Stadtentwicklung e. V.

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Veranstaltung am 25.08.2016 - STADTraum54. Foto: Sascha Gajewski

Veranstaltung am 25.08.2016 – STADTraum54. Foto: Sascha Gajewski

Die Genossenschaftsinitiative STADTraum54 ist gestartet

Die Genossenschaftsinitiative STADTraum54 startete am 25.08.2016 mit viel Schwung und Unterstützung
Die Vision eines „Schöner Wohnen – für Alle“ entwickelt Kontur

Mehr als 60 Interessierte trafen am Donnerstag den 25. August 2016 trotz der brütenden Hitze zum Themenabend des „Netzwerkes für gemeinschaftliches Bauen und Wohnen“ im hdak-Kubus ein um zu erfahren, welche Grundideen und Ansätze das offene Netzwerk bisher entwickelt hat, aber auch um die nächsten Schritte mit Ihren Ideen und Rückmeldungen zu bereichern.

Im Geiste eines partizipativen Entwicklungsansatzes wurden wichtige Merkmale einer solchen Wohn-Genossenschaft beschrieben bzw. die Aufmerksamkeit für die Möglichkeiten und Grenzen eines solchen Vorhabens geschärft. Alles mit dem Blick darauf, in den nächsten Etappen attraktive aber auch realistische Konzepte zu entwickeln, die später als Blaupause für weitere dienen können.

Eines wurde schnell deutlich: Die wesentlichen Grundsätze, mit denen STADTraum54 die Wohnkultur in Köln nachhaltig gestalten will, finden breite Zustimmung und entsprechend knapp fiel hierzu die Diskussion aus.

In drei Arbeitsgruppen wurden die Fragen rund um ein solches Projekt aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchtet und quasi bei Sonnenuntergang (siehe Foto) miteinander geteilt. Es wurde deutlich, was der Mehrwert des genossenschaftlichen Ansatzes ist und warum, im Unterschied zu Wohnprojekten, nicht um eine feste Gruppe, die sich bis zur Fertigstellung auch wieder verändert haben kann, herum geplant werden soll. Im Sinne der angestrebten Vielfalt sollen aber sehr wohl die Konzepte, die andere Initiativen bereits entwickelt haben, einfließen.

Der Entwicklungsansatz der STADTraum54 basiert auf Erfahrungen anderer Projekte und es gibt schöne Beispiele, die zeigen, wie spannend die Reise eines solchen Partizipationsprozesses ist – ganz unabhängig davon, ob man gleich im ersten Projekt einer zukünftigen Dachgenossenschaft unterkommt. In diesem Sinne soll nicht nur weitergemacht werden, sondern sich auch die Basis der Teilnehmer vergrößern. Der Anspruch der Durchmischung, im sozialen, wie im Sinne der Altersgruppen sollte möglichst schon in der Planung stattfinden, so dass es insbesondere wünschenswert wäre, dass sich noch mehr jüngere Menschen an diesem Prozess beteiligten, damit weniger „für“ und mehr „mit“ ihnen geplant werden kann.

In einem Vertiefungsworkshop, für den gegen Ende des Jahres noch ein Termin gesucht wird, sollen die hier andiskutierten Fragen vertieft werden und in einem Konzept münden, das sowohl potentiellen GenossInnen Orientierung gibt, als auch eine, auf eine zügige Realisierung ausgerichtete, Diskussion mit der Politik ermöglicht. Jedenfalls hat der absolut überwiegende Teil der Teilnehmer sein Wiederkommen bereits angekündigt.
Wer diesen Termin verpasst hat, der hat am 21.09.2016 um 19:00 Uhr erneut die Gelegenheit, mit den Initiatoren ins Gespräch zu kommen, die dann einen Gesprächsabend sowohl für Neue, wie auch Teilnehmer, die einfach noch weiteren Informationsbedarf haben, anbieten.

Sascha Gajewski – Für die Genossenschaftsinititative STADTraum54
Wer direkt mit der Initiative in Kontakt treten möchte, erreicht uns per E-Mail unter stadtraum54@gmx.de